Schon seit vielen Jahren sorgen schlechte Zinsen auf Geldeinlagen dafür, dass Verbraucher ihr Geld nicht mehr gerne in klassische Sparmodelle investieren. Stattdessen sehen sie sich nach lukrativen Alternativen um, die durch hohes Potenzial überzeugen. Immer öfter fällt die Wahl dabei auf Wertpapiere. Wer Aktien kauft, wird zum Aktionär – doch was gibt es dabei eigentlich zu beachten?

 

 

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Gute Gründe für einen Aktienkauf

 

Wer Geld anlegt, möchte, dass dieses mit der Zeit mehr wird. Der Mindestanspruch an das Sparen oder Investieren ist jedoch, dass das eigene Kapital zumindest nicht weniger wird. Sparbücher, Tagesgeldkonten und andere klassische Sparinstrumente bringen derzeit aber so wenig Zinsen, dass Anleger dadurch oft nicht einmal die jährliche Inflation ausgleichen können. Dazu kommt, dass immer mehr Banken Negativzinsen auf Geldeinlagen erheben – Verbraucher zahlen also drauf.

 

Aktien hingegen zeichnen sich durch eine überdurchschnittlich hohe Rendite aus. Vor allem diejenigen, die mit einer Buy-and-Hold-Strategie langfristig in Aktien investieren möchten, dürfen sich daher oft über eine nachhaltige Wertsteigerung freuen. Dies liegt daran, dass die Wirtschaft zusehends wächst, was sich natürlich auch in einzelnen Börsen, Branchen und Unternehmen bemerkbar macht. Aktien eignen sich deshalb gut als Altersvorsorge und werden immer beliebter.

 

Welche Aktien sind geeignet?

 

Der Aktienmarkt bietet aber nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Denn Aktien sind spekulative Wertanlagen, die Schwankungen unterliegen. Im Idealfall geht der Trend nach oben, sodass man beim Wiederverkauf mit einem satten Plus aus der Investition herausgeht. Doch Aktien können auch abstürzen. Anleger sollten deshalb viel Wert auf die richtige Auswahl legen.

 

Man kann natürlich nie genau vorhersehen, wie sich ein Wertpapier entwickeln wird. Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die Börsenkurse einzelner interessanter Aktien zu werfen. Viele Investoren möchten derzeit beispielsweise Apple-Aktionär werden, weil das Wertpapier in der Vergangenheit durch einen überaus stabilen Wertzuwachs überzeugen konnte. Anleger sollten außerdem die Marktkapitalisierung infrage kommender Aktien ansehen: Je größer diese ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Wertpapier wie ein Fels in der Brandung auf dem Markt bestehen und solide Rendite abwerfen wird.

 

Wie kauft man Aktien?

 

Hat man sich dazu entschlossen, in Aktien investieren zu wollen, stellt sich die Frage nach der Durchführung. Für den Aktienhandel benötigt man ein Depot.

 

Wo kann man Aktien kaufen?

 

Ein Depot kann man bei der Hausbank eröffnen und dann telefonisch oder schriftlich Aktienbestellungen beim jeweiligen Bankberater in Auftrag geben. Moderne Anleger entscheiden sich aber immer häufiger für einen Online Broker, bei dem sie Aktienkäufe selbstständig und meist zu besseren Konditionen als bei der Hausbank durchführen können.

 

Grundsätzlich kann man die Abwicklung des Aktienkaufs in zwei mögliche Orderwege unterteilen: den direkten Kauf und den Handel an einer Börse. Nachfolgend eine kurze Erklärung der beiden Orderwege:

 

Vor- und Nachteile des Börsenhandels

 

Börsen gelten als Schnittstelle zwischen dem Angebot und der Nachfrage an Aktien. Dabei spezialisieren sich einzelne Börsen auf gewisse Arten von Wertpapieren: Auslandsaktien wie Tesla gibt es beispielsweise vorwiegend an der Berliner Börse, Anleihen und Hebelprodukte werden gerne an der Stuttgarter Börse gekauft. Außerdem koordinieren Börsen die Preisbildung.

 

Folgende Vorteile bringt der Börsenhandel für Investoren: Die einzelnen Börsen sind sehr liquide – wer also Anteile verkaufen muss, kann dies in der Regel jederzeit tun. Zudem profitieren Anleger an einer Börse von maximaler Markttransparenz. Da jede Börse durch eine Handelsüberwachungsstelle kontrolliert wird, genießen Anleger beim Börsenhandel viel Sicherheit und außerdem Schutz vor Marktpreismanipulation.

 

Leider fallen beim Handel an einer Börse neben den normalen Kosten und Gebühren meist Maklercourtagen an. Manche Anleger schreckt es auch ab, dass Börsen in der Regel nur von acht bis 20 Uhr geöffnet haben – dies schränkt die Flexibilität ein.

 

Vor- und Nachteile des Direkthandels

 

Man nennt den Direkthandel auch außerbörslichen Handel, weil Anleger ihre Wertpapiere dabei direkt von einem Handelspartner kaufen. Das bringt vor allem einen preislichen Vorteil, denn hierbei wird keine Maklercourtage fällig. Außerdem kann der Direkthandel meist sogar bis 22 Uhr betrieben werden.

 

Als größter Nachteil ist vermutlich die fehlende Überwachung des Handels mit Zertifikaten und Hebelprodukten zu werten. Welche Art des Handels sich für einen Aktionär am besten eignet, sollte sorgfältig überlegt werden.

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